Neun Tage Wunder
Die Anwältin Anni lebt zusammen mit ihrem Freund Ben in Glückstadt. Ben ist ein erfolgreicher Autor, der sich allerdings gerade in einer kreativen Flaute befindet. Eines Abends sieht Anni ein Plakat von Lukas, der zu einer Lesereise nach Hamburg
kommt. Prompt wird Anni an ihre Vergangenheit erinnert. Damals, als Anni gerade dabei war, aus ihrer Studentenwohnung in München auszuziehen, traf sie auf ihren Nachmieter, Lukas, der neun Tage zu früh angekommen war. Die beiden haben von Anfang an ein tiefes Verständnis füreinander und beschließen, sich die Wohnung neun Tage lang zu teilen. Am Ende der neun Tage findet Anni allerdings eine Verbindung zwischen sich und Lukas, die ein Fortführen der noch jungen Beziehung unmöglich macht. – Der Roman wird aus drei Perspektiven erzählt: Annis Perspektive von heute, Annis Perspektive von damals und Bens Perspektive von heute. Dadurch wird ein Spannungsbogen aufgebaut, weil man sich fragt, was denn nun an den neun Tagen in München passiert ist, das zum Scheitern der Beziehung zwischen Lukas und Anni geführt hat. Gleichzeitig kommt es in der heutigen Zeitschiene zur Begegnung zwischen Ben und Lukas, wodurch weitere Spannung entsteht.
Theresa Linhard
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Neun Tage Wunder
Kristina Moninger
Rowohlt Taschenbuch Verlag (2024)
429 Seiten
kt.