Was wäre, wenn wir mutig sind?
Luisa Neubauer ist das deutsche Gesicht der Klimabewegung "Fridays for Future". Die Gefahren des Klimawandels sind sehr lange bekannt. So beginnt das Buch mit einem Bericht ihrer Großmutter, die schon als Klimaaktivistin tätig war. Doch seitdem hat
sich nicht viel getan, die Mehrheit der Menschen verharrt in der bequemen Hoffnung, dass der technische Fortschritt es schon richten wird, dass sie weiterleben können wie bisher. Neubauer zeigt auf, dass die Geschichte der Menschheit schon immer vom sich wandelnden Klima beeinflusst wurde. Die industrielle Revolution und unsere heutige Welt wurden nur durch die Ausbeutung fossiler Brennstoffe möglich. Doch damit setzte ein menschengemachter Klimawandel ein. Obwohl es "90 Sekunden vor zwölf (S. 15) ist, gibt Neubauer die Hoffnung nicht auf und beschreibt einen Weg, wie auch jetzt noch die Grenzen der Ökologie verteidigt werden können. Hierzu gehört der Abschied von der Fossilität ebenso wie der Umbau der Ökonomie und die Einhaltung der Klimaziele. Kein leichter Weg. Aber die Klimaaktivistin gibt die Hoffnung nicht auf, durch dieses Buch und durch ihr Wirken mehr und mehr Menschen zu sensibilisieren und für diesen Weg zu begeistern. Denn nur die Kraft von vielen kann die Klimakrise bewältigen. – Sehr gut lesbares, gleichzeitig persönlich gehaltenes und wissenschaftlich fundiertes kleines Buch. Gut einsetzbar auch schon in kleineren Beständen.
Dorothee Rensen
rezensiert für den Borromäusverein.
Was wäre, wenn wir mutig sind?
Luisa Neubauer
Rowohlt Taschenbuch Verlag (2025)
142 Seiten
fest geb.