Hier kommt Max!

Der sechsjährige Max ist ein ziemlicher Lausejunge. Er ist nicht auf den Mund gefallen und hat allzu oft genau die Streiche auf Lager, die die Erwachsenen um ihn herum besonders in Rage bringen. Rund um den aufgeweckten Jungen ist eigentlich immer Hier kommt Max! was los und Max hat auch das nötige Selbstbewusstsein, um sich in keiner Situation unterkriegen zu lassen. Atemlos und in ellenlangen Bandwurmsätzen erzählt Jan Weiler vom aufregenden Alltag eines Erstklässlers in der Schule und auf dem Pausenhof, vom Einkaufen im Supermarkt mit dem nachgiebigen Vater, von der Klavierstunde und vom Fußballspielen, vom Streiten und Wiederversöhnen und von der aufregenden Wette um einen gegessenen Regenwurm. Die vierzehn ganz aus der Perspektive des kleinen Jungen formulierten Geschichten sind durchaus witzig und von Ole Könnecke auch adäquat mit fröhlichen Zeichnungen illustriert. Leider sind sie jedoch nicht besonders originell. Erinnern sie doch auf sehr ärgerliche Weise bis in Details an René Goscinnys Lausbubengeschichten rund um den kleinen Nick, die allerdings wesentlich einfallsreicher und tiefsinniger sind als Weilers manchmal ein wenig gewollt munter klingende Texte. Wen das nicht stört, der findet hier brauchbare kurze Texte, die sich wegen der seitenlangen Sätze und des kompakten Druckbilds eher zum Vorlesen als zum ersten Selberlesen eignen. Da Goscinnys Geschichten allerdings auch heute noch lieferbar sind, sollte man eher zum Original greifen.

Angelika Rockenbach

Angelika Rockenbach

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Hier kommt Max!

Hier kommt Max!

Jan Weiler. Mit Bildern von Ole Könnecke
Rowohlt-Taschenbuch-Verl. (2009)

rororo ; 21520 : rororo-Rotfuchs
[24] Bl. : zahlr. Ill. (überw. farb.)
fest geb.

MedienNr.: 308088
ISBN 978-3-499-21520-9
9783499215209
ca. 9,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 7
Systematik: KE
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