Max im Schnee
Max ist ein aufgeweckter Sechsjähriger mit seiner ganz eigenen Sicht auf die Welt. Zusammen mit ihm erlebt der Leser die Höhepunkte eines echten Winters: den allerersten Schnee, den Martinstag und natürlich die aufregende Adventszeit, in der man
sich das lange Warten auf Weihnachten irgendwie verkürzen muss. Zum Glück gibt es Plätzchenbacken, Blitzeis, Schulweihnachtsfeiern oder das Grübeln über den Wunschzettel. Von alldem erzählt Max selbst, und zwar ohne Punkt und Komma - in der atemlosen Weise von Sechsjährigen, die Aufregendes erlebt haben. Auch die comicartigen Zeichnungen von Ole Könnecke geben auf treffende und witzige Weise die kindliche Sicht auf die Dinge wieder. Vieles, was Max Spaß macht, ist allerdings bei den Erwachsenen nicht so beliebt, und umgekehrt kann Max nicht so recht verstehen, was Erwachsene am Klaviervorspiel ihrer Sprösslinge oder am Sekttrinken an Silvester so toll finden. Das ist lustig und lebensnah umgesetzt, wird aber zum Teil vor allem Eltern Spaß machen, die so einen kleinen Max zu Hause haben und sich in manchen Situationen auch selbst wiederfinden mögen. Daher für Kinderbuchabteilungen wie für "erwachsene" Humorabteilungen empfohlen.
Dietlind Grüne
rezensiert für den Borromäusverein.
Max im Schnee
Jan Weiler. Mit Bildern von Ole Könnecke
Rowohlt-Taschenbuch-Verl. (2010)
rororo ; 21578 : rororo-Rotfuchs
[24] Bl. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6