Rico und die Gewittertaube
Rico denkt gern um die Ecke, hat aber seine Schwierigkeiten, den rechten Weg zu finden, wenn es zu viele Häuserecken gibt. Dann hilft ihm auch seine Tuchlaterne nicht mehr. Er träumt vom Fliegen, denn das würde die Orientierung aus der Vogelperspektive
sehr erleichtern. Als eine Taube gegen ein Fenster seiner Wohnung prallt, entdeckt Rico ein Nest mit einem Taubenküken. In den Ferien schreibt er seine Beobachtungen zur Entwicklung des kleinen Vogels auf und wird an einem stürmischen Tag sogar zu dessen Lebensretter. – Auch der 3. Band der Erstleser:innen-Reihe (zuletzt: „Rico und das Klautörtchen“, BP/mp 25/54) um den tieferbegabten Rico punktet wieder mit einer in Text und Illustration sehr gelungenen Geschichte, die Ricos nicht immer einfache Lebenssituation mit kleinen Hinweisen und viel Humor schildert. Wichtige wörtliche Rede und Gedanken sind in Blasen auch farblich abgesetzt, ja, sie drücken durch die Formgebung auch Gefühle sehr gut aus. Die Leser:innen werden sich in Ricos noch etwas krakeliger Schrift mit gängigen korrigierten Fehlern wiederfinden. – Ein lustiges und zugleich lehrreiches Leseabenteuer aus der Reihe "Einfach Lesen lernen" für jede Bestandsgröße.
Margit Düing Bommes
rezensiert für den Borromäusverein.
Rico und die Gewittertaube
Andreas Steinhöfel ; mit Bildern von Lena Winkel
Carlsen (2025)
Rico
59 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 7