Was wir getan haben
Das Überraschende an diesem Buch ist, dass es am Ende doch überrascht. Allerdings bewegt das den Leser nicht besonders, denn sonst ist es unspektakulär und voraussehbar. Der Inhalt: 1982, die Familie Yates lebt mit ihren zwei Söhnen, Luke und Nick,
in Kenia. Katie ist mit ihrer Mutter dort zu Besuch. Bei einem Ausflug treffen die Kinder zwei Mädchen am Fluss, sie spielen miteinander, eines ertrinkt. Die Familien verlassen daraufhin Afrika so rasch wie möglich. Dem Leser wird nicht viel Raum zum Rätseln gelassen, von Anfang an ist klar, dass das Mädchen von einem der Kinder ertränkt wurde. Über knapp 400 Seiten erfolgt nun die Auseinandersetzung der inzwischen erwachsenen potenziellen Täter mit ihrer Vergangenheit. Inklusive der Rückkehr an den Tatort nach Afrika. Für Anhänger exotischer Schauplätze vielleicht noch interessant - obwohl große Teile der Handlung in Irland spielen. Langweilig, nicht empfohlen. (Übers.: Ulrike Wasel und Klaus Timmermann)
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Was wir getan haben
Karen Perry
Fischer Scherz (2016)
379 S.
kt.