Der verlorene Schatz der Delfine
Der 11-jährige Jam Fluke hat als jüngster Spross seiner Familie einen schweren Stand. Seine sieben älteren Schwestern arbeiten schon für den Vater, Herrscher über das Unterwasserreich Atlantis, oder besuchen die Militärakademie. Der strenge Vater,
den die Kinder meist ehrfürchtig mit General ansprechen, hält nicht viel von seinem einzigen Sohn. Die Mädchen können im Gegensatz zu Jam bereits animagieren, d.h. die Gestalt eines Tieres annehmen. Bald müsste auch für Jam der Zeitpunkt seines ersten Animagierens kommen, aber die große Frage ist, ob er denn zum Delfin oder Hai wird. Wenn er ein Delfin wird, steht ihm das Erbe über Atlantis zu, aber will er das wirklich? Er hätte auch große Lust, mehr von der Welt zu sehen. Solange Jam nicht animagieren kann, darf er sich nicht wie seine Schwestern an der Jagd nach einem legendären Schatz beteiligen. Unterstützt durch seinen neu gewonnenen Freund, die putzige Schildkröte Beau, nimmt er doch heimlich teil. Er kann damit seinen Scharfsinn und seinen Mut unter Beweis stellen und versucht so, endlich die Anerkennung des Vaters zu erlangen. – Jam Fluke, der beste Freund von Simon Thorn aus der Animox-Reihe, bekommt hier eine eigene Geschichte, die zeitlich vor der eigentlichen Reihe spielt. Zwei weitere vorgelagerte Origins-Bände erscheinen demnächst. Das Buch ist sowohl als Ergänzung für Leser:innen der Animox-Reihe als auch als erster Einstieg in die spannende Fantasywelt von Aimée Carter gut geeignet. Aufregende Abenteuer- und Tiergeschichte für Fantasybegeisterte ab 9 Jahren.
Maria Holgersson
rezensiert für den Borromäusverein.
Der verlorene Schatz der Delfine
Aimée Carter ; aus dem Amerikanischen von Maren Illinger
Verlag Friedrich Oetinger (2025)
Animox Origins ; [1]
206 Seiten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9