Das Feuer vergessen wir nicht
Ari jobbt als Vorleserin in einem Altenheim. Dort trifft sie Flint, der in diesem Heim Sozialstunden leisten muss. Sie ist fasziniert von diesem undurchschaubaren Jungen, der im Zimmer einer Bewohnerin Streichhölzer abbrennen lässt. Diese kleine
Geste setzt Großes in Gang: zunächst Aris Entdeckung einer Arbeit dieser Bewohnerin über den Streik der Streichholz-Fabrikantinnen in London vor über 100 Jahren, und es beginnt die Liebe zwischen Ari und Flint. Beide haben Probleme zu verarbeiten. Ari hat eine Schwester und ihre besten Freunde Milan und Mirjam, aber auch einen Vater, der die Familie verlassen hat und eine manchmal überforderte Mutter. Flint lebt bei seinem Onkel auf einem Schrottplatz. Behutsam lässt die Autorin zu, dass sich diese Menschen treffen und in Beziehung miteinander treten, mit all den Fallstricken aus Angst und Erwartungen und dem Ballast vergangener Erfahrungen. Dann werden Streichhölzer zu einem Auslöser eines Brandes in dem Heim. Aris Leben steht auf der Kippe und in dieser Zeit finden die Menschen ihres Umfelds auf einer neuen Ebene zueinander. – Psychologisch interessierten Jugendlichen und Erwachsenen mit literarischer Erfahrung zu empfehlen.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Feuer vergessen wir nicht
Sarah Jäger
rotfuchs (2025)
219 Seiten
fest geb.