Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz
Der sonst eher im Genre (Jugend-)Romane aktive Autor (zuletzt "Die Erfindung der Null", BP/mp 21/172), der Philosophie und Informatik studiert hat, beschreibt im schmalen und gut zu lesenden Sachbuch Geschichte und Rezeption der Künstlichen Intelligenz.
Aufgeschlossen und anregend formuliert, geht es weniger um die Entwicklung im Einzelnen. Vielmehr nennt er Grundmotive der Literatur (Goethes Homunkulus in "Faust 2" und Shelleys "Frankenstein"), Ansätze des Kognitivismus und formuliert, dass Maschinen nicht über eine den Menschen vergleichbare Intelligenz verfügen oder gar ein Bewusstsein entwickeln können. KI (mit Chatbots oder Androiden) wird komplexer und klüger, aber eben doch kein Mensch. Sachlich und nachvollziehbares Sachbuch, das ab mittleren Büchereien gut eingesetzt werden kann.
Michael Müller
rezensiert für den Borromäusverein.
Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz
Michael Wildenhain
Cotta (2024)
119 Seiten
kt.