Was wir verbergen
In der finnischen Stadt Pori wird auf einen Nachtklub, in dem sich die queere Szene trifft, ein tödlicher Anschlag verübt. Der "Gesandte" übernimmt in einer Videobotschaft die Verantwortung für das Attentat und beruft sich in seinem Hass auf Homosexuelle
auf die Bibel. Religiöser Fanatismus und rechtsradikales Gedankengut gehen eine bösartige Allianz ein. Die Öffentlichkeit und die nationalen Polizeibehörden sind alarmiert. Die Kommissare Jari Pavoliita und Henrik Oksman von der lokalen Kripo in Pori sind maßgeblich an den Ermittlungen beteiligt. Oksman war kurz vor dem Anschlag selbst in dem Klub und versucht das krampfhaft zu verbergen. Pavoliita hat große familiäre Probleme. Aber die routinierte Zusammenarbeit zwischen beiden und das gegenseitige Vertrauen lässt sie den schwierigen Fall lösen. Oksman und Pavoliita stehen im Mittelpunkt der düsteren, finnischen Krimiserie (Band 1 "Was wir verschweigen": BP/mp 22/118), die eine gute Mischung aus Action und Psychologie bietet. Interessante Lektüre.
Marion Sedelmayer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Was wir verbergen
Arttu Tuominen ; Übersetzung aus dem Finnischen von Anke Michler-Janhunen
Lübbe (2022)
366 Seiten
kt.