Die Frau im Eishaus

Hovenäset ist ein kleiner abgelegener Ort, der keine 200 Einwohner zählt. Dort isst August Strindberg grade mit seiner Freundin Maria und seinem Freund Ray-Ray zu Abend, als Maria einen Anruf erhält. Sie und Ray-Ray sind Polizisten und sollen sofort Die Frau im Eishaus zum Tatort eines Suizids kommen. Vor Ort bietet sich ihnen ein grauenhaftes Bild. Die Leiche hängt am Sprungturm eines Schwimmbeckens. Wer der Tote ist, kann zunächst nicht identifiziert werden, keiner aus dem Ort hat ihn jemals gesehen. Warum sollte jemand von außerhalb in den kleinen Ort kommen, nur um sich dort umzubringen? Nach der ersten Analyse ist die Polizei etwas weiter: Der Mann ist nicht am Sprungturm gestorben, es war ganz klar Mord. Außerdem war er als Journalist tätig und recherchierte zu einem alten, in der Gegend wohlbekannten Mordfall, dem Stückelmord. Vor 30 Jahren ist eine Frau verschwunden und wurde später zerstückelt in der Tiefkühltruhe in ihrem Haus aufgefunden. Ihr Ehemann wurde schuldig gesprochen. Was wollte der Journalist hier aufdecken? Wurde vor 30 Jahren die falsche Person verurteilt? Die Geschichte hält ihre Spannung extrem gut hoch und gibt Details immer in perfekt dosierten Häppchen an die Leser:innen, sodass man durchgehend gefesselt bleibt, während sich die Puzzleteile langsam zu einem Bild gruppieren. Auch für die Figuren bleibt dabei genug Zeit, man lernt sie und ihre Beziehungen sehr gut kennen und kann sich gut in sie hineinversetzen. Das Ende rundet dann alles ab und lässt keine Fragen offen.

Julian Schirm

Julian Schirm

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Frau im Eishaus

Die Frau im Eishaus

Kristina Ohlsson ; Deutsch von Susanne Dahmann
Limes (2024)

558 Seiten : Karte
kt.

MedienNr.: 619944
ISBN 978-3-8090-2776-8
9783809027768
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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