Spätsommertod

Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Maria, Polizistin und Mutter seiner kleinen Tochter Sofia, freut sich Secondhand-Laden-Besitzer August Strindberg auf das traditionelle Krebsfest in ihrem idyllischen Wohnort Hovenäset an der schwedischen Westküste. Spätsommertod Aber nach einem Giftanschlag auf das ältere Ehepaar Irma und Ove Dahlman ist niemandem mehr zum Feiern zumute. Ove, ein ehemaliger Schuldirektor, liegt im Koma, Irma erliegt ihren inneren Verletzungen. Maria muss, statt Krebse zu essen, mit ihrem Freund und Kollegen Ray-Ray und der Kollegin Vendela ermitteln. Was Maria nicht weiß: Die beiden haben eine geheime Affäre. Vendela entdeckt, dass Ray-Ray früher Ove als Lehrer gehabt hat – warum verschweigt er ihr das? Und hat der Selbstmord von Oves Tochter vor einigen Jahren irgendwas mit dem Mordanschlag zu tun? – Der liebenswürdige August Strindberg hat außer seinem Namen absolut nichts mit dem streitbaren Autor gemein. Die Schilderung der Dorfgemeinschaft und des Familien- und Berufsalltags des hingebungsvollen jungen Papas August und der im Schock erstarrten Familie von Ove und Irma nimmt eine größere Rolle ein als des Rätsels Lösung. Die Bände der Reihe (zul. „Die Frau im Eishaus“, Besprechung online) können problemlos unabhängig voneinander gelesen werden, was aber vor dem Hintergrund der toll gezeichneten Charaktere und Schauplätze schade wäre. Ein „Feel-Good-Krimi“, wenn auch mit ernsthaftem Hintergrund, aus der Sommeridylle der Autorin – himmelweit entfernt von den gewaltsamen Milieus ihrer früheren Krimireihen, die von Ohlssons Karriere bei der schwedischen Geheimpolizei und als Terroristenexpertin inspiriert waren. Der fünfte Band der Reihe ist in Schweden bereits erschienen.

Maria Holgersson

Maria Holgersson

rezensiert für den Borromäusverein.

Spätsommertod

Spätsommertod

Kristina Ohlsson ; Deutsch von Susanne Dahmann
Limes (2025)

571 Seiten
kt.

MedienNr.: 623416
ISBN 978-3-8090-2788-1
9783809027881
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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