Hier bleiben können wir auch nicht
In ihrem neuen Roman entwirft Maren Wurster ein Szenario, in dem Menschen nur am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, wenn sie sich einen Chip einpflanzen lassen. Gesa, deren Mann kürzlich verstorben ist, versucht dem Zwang zu entgehen, in
dem sie sich ein altes Haus fernab der hoch technologisierten Smart-Cities kauft. Doch so sehr sie sich auch bemüht, die alten Gemäuer für sich und ihre Tochter wohnlich zu machen – eine unbestimmte Bedrohung geht von dem Gebäude aus. Gesas Körper zeigt immer deutlichere Vergiftungserscheinungen und so flüchtet sie mit Marie in eine nahe gelegene Landkommune. Auch dort kann sie kein Zuhause für sich finden, denn die Dämonen aus der Vergangenheit holen sie überall ein. – Ein bedrückender, rätselhafter Roman, der mit seiner düsteren Zukunftsvision an George Orwells "1984" und Aldous Huxleys "Brave News World" erinnert.
Franziska Knogl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Hier bleiben können wir auch nicht
Maren Wurster
Berlin Verlag (2025)
249 Seiten
fest geb.