Die späten Tage

"Im Kreml brennt noch Licht". Mit diesem geflügelten Wort aus Russland besucht ihr späterer Lebens- und Liebespartner Friedrich die Erzählerin nachts an ihrem Schreibtisch. Sie, die keinen Schlaf findet, genießt das späte Glück und fürchtet Die späten Tage gleichzeitig das Ende der Beziehung. Sie selbst ist fast 80, Friedrich noch sechs Jahre älter. Der Alltag wird von Tag zu Tag beschwerlicher. Sowohl der körperliche als auch der seelische Schmerz wachsen stetig. Sie erzählt episodenhaft von ihrem Leben. Als Tochter russischer Zwangsarbeiter, die nach dem Krieg in Deutschland blieben, verlor sie früh ihre Mutter. Auf eine kurze Zweckehe folgten verschiedene Beziehungen. Ihre Arbeit als Dolmetscherin brachte sie nach Moskau, doch lernte sie Russland erst durch einen Umzug dorthin wirklich kennen. Sehnsüchte, Träume und Begegnungen beschreibt sie in einem Geschichtengeflecht voller Melancholie und Zärtlichkeit. – Diesem Hörbuch, das nicht vom Älterwerden, sondern vom Altsein erzählt, wird Martina Gedeck mit ihrer Stimme mehr als gerecht. Nichts zum Nebenbeihören, sondern zum bewussten Genießen. Für größere Hörbuchbestände geeignet.

Barbara Dorn

Barbara Dorn

rezensiert für den Borromäusverein.

Die späten Tage

Die späten Tage

Natascha Wodin ; gelesen von Martina Gedeck
argon edition (2025)

1 mp3-CD (circa 510 min)
mp3-CD

MedienNr.: 622695
ISBN 978-3-8398-2185-5
9783839821855
ca. 25,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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