Das Mädchen mit dem roten Buch

Aus der Sicht von Adam, einem Jungen aus der Kita, wird die Geschichte von Layla erzählt, die neu in der Kitagruppe ist. Sie ist immer traurig, sitzt abseits und malt Schlauchboote, brennende Häuser und zerfetzte Zelte in ihr rotes Buch. Adam erfährt, Das Mädchen mit dem roten Buch dass sie aus ihrer Heimat flüchten musste und versucht, sie aufzuheitern und sich mit ihr anzufreunden. Er stellt aus vielen gemalten Blättern ein großes Bild zusammen, auf denen die beiden fröhlich zusammen spielen. Sie werden Freunde. – Der Geschichte schließen sich fünf Ideen an, wie man geflüchtete Kinder willkommen heißen kann (z.B. "Lächelt euer nettestes Lächeln" S. 30). Auch die Illustrationen heißen alle willkommen; die Kinder haben verschiedene Hautfarben und auch ein Kind im Rollstuhl ist mit dabei. Farblich geben die Illustrationen die Stimmung wieder, sind dunkel und bedrohlich, wenn Layla von ihrer Flucht malt und hell und fröhlich, wenn sie sich mit Adam anfreundet. – Die Autorin erzählt wie in ihrem Debüt "Der Junge aus der letzten Reihe" (BP/mp 20/334) berührend von Flucht, Empathie, Freundschaft und dem Ankommen, was für viele Kinder Identifikationspotenzial bietet. Ideal geeignet ist das Buch für Kindergärten und Grundschulen, aber auch für alle Kinder, die irgendwo neu dazukommen sowie für alle Kinder, die diese begrüßen wollen. Empathie fördernd und unbedingt empfohlen!

Melanie Schubert

Melanie Schubert

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Mädchen mit dem roten Buch

Das Mädchen mit dem roten Buch

Onjali Q. Raúf ; Illustrationen Pippa Curnick ; aus dem Englischen von Katharina Naumann
Atrium Verlag AG (2024)

[40] Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 620775
ISBN 978-3-85535-195-4
9783855351954
ca. 17,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Systematik: KK
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