Berlin Biker
Der 16-jährige Kurde Ferri liebt das Biken und übt rasante Tricks, doch leider immer allein. Als er die coole und attraktive Deutsch-Türkin Lu trifft, die ihm einiges beibringen kann, sieht er in ihr schnell mehr als eine Trainingspartnerin. Gemeinsam
lernen sie weitere leidenschaftliche Biker kennen. Schwierig für die Beziehung sind die kulturellen Unterschiede zwischen Türken und Kurden, außerdem ist Ferris Familie nicht sehr harmonisch. Die Eltern haben oft Streit, er muss mit seinen beiden Brüdern ein enges Zimmer teilen. Er liebt seinen kleinen Bruder Amed, der das Downsyndrom hat, doch fehlt ihm ein Rückzugsort. Als seine Cousins, mit denen er gerne Zeit verbringt, auf Lu treffen, ist Ferri so verwirrt, dass er die Freundschaft leugnet. Lu bricht den Kontakt ab und erst nach einem schweren Bike-Unfall, der Ferri ins Krankenhaus bringt, geht sie wieder auf ihn zu. – Richtig gut gelungene Mischung: eine angesagte Sportart, erste Liebe, glaubwürdige Charaktere, nachvollziehbare Probleme, die auf kulturellen Unterschieden beruhen. Büchereien mit entsprechendem Publikum als leicht lesbares Jugendbuch, das mehr als Unterhaltung bietet, warm empfohlen.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Berlin Biker
Deniz Selek
Gulliver (2025)
super lesbar
107 Seiten
fest geb.