Der Preis der Freiheit

Als Hulda Dessauer, „Fräulein Gold“ (zuletzt: BP/mp 24/418), im Frauengefängnis Barnimstraße 1932 ihre neue Arbeit als Hebamme aufnimmt, ist sie entsetzt, wie demütigend manche Wärterinnen die dort einsitzenden Frauen behandeln. Besonderes Der Preis der Freiheit Augenmerk legt sie auf die schüchterne, stille und schwangere Anna Marwitz, der sie den Giftmord, für den sie einsitzt, nicht zutraut. Als ein zweiter Mord mit demselben Gift auch noch Annas Zellengenossin dahinrafft, wiegt der Verdacht schwer, dass Anna auch für diesen Mord verantwortlich sei. Doch wie soll eine streng bewachte Mörderin im Gefängnis an Gift kommen? Gemeinsam mit der Kriminalkommissarin Siegel werden beide Morde aufgeklärt. – Die Dynamik dieses spannenden Romans ergibt sich nicht nur aus der Spurensuche des Kriminalfalls, sondern auch dadurch, dass Stern einfühlsam die Problematik einer berufstätigen Frau vor Augen führt, deren geliebte Arbeit sie immer wieder davon abhält, eine gute Ehefrau und Mutter zu sein. Beeindruckend gut nachvollziehbar beschreibt Stern als Hintergrund des Geschehens auch die sich wandelnden Gesellschaft, in der die Nazi-Ideologie langjährige Freunde zu Feinden werden lässt.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Preis der Freiheit

Der Preis der Freiheit

Anne Stern
Rowohlt Polaris (2025)

Fräulein Gold ; Band 8
429 Seiten
kt.

MedienNr.: 623296
ISBN 978-3-499-01341-6
9783499013416
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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