Der Kojote
Auf dem Weg zur Westküste durchquert Jack Reacher die Wüste Arizonas zu Fuß. Auf einer einsamen Landstraße sieht er, dass ein alter Militärjeep mit dem wohl einzigen Baum weit und breit kollidiert ist. Da die Fahrerin verletzt scheint, will der
ehemalige Polizist ihr helfen. Doch er geht in eine Falle. Die Fahrerin – Michaela, eine FBI-Beamte – hatte zwei Kriminelle einer Organisation erwartet, die ihren Bruder, einen Bombenspezialisten, gezwungen hat, mehrere Bomben zu bauen. Die erwarteten Personen tauchen doch noch auf und behaupten, Michaelas Bruder sei tot. In ihrer Verzweiflung will sie sich umbringen, doch Reacher kann sie davon abhalten und verspricht, ihr bei der Suche nach Dendoncker, dem Kopf der Bande, zu helfen. Da Dendoncker extrem misstrauisch ist, beschließen sie, ihn mit einer List zur Strecke zu bringen. Dabei wollen sie sich die Tatsache zu Nutze machen, dass Dendoncker die Angewohnheit hat, sich persönlich im Leichenschauhaus vom Tod seiner Gegner zu überzeugen. Doch die List geht nicht auf und eine Jagd quer durch die USA beginnt. – Der Roman ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und beginnt mit dem Kapitel, in dem Reacher stirbt. Danach springt er zurück und erzählt, wie es dazu kam und von der anschließenden Jagd auf Dendoncker. Routiniert geschrieben will echte Spannung nicht so recht aufkommen. Daher nur für Fans der Reihe, die keinen Fall von Reacher verpassen wollen.
Helmut Lenz
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Kojote
Lee Child, Andrew Child ; Deutsch von Wulf Bergner
blanvalet (2024)
363 Seiten
fest geb.