Goldmarie
Der Prolog in diesem Krimi lässt die Leser mitverfolgen, wie ein Mann in Friedrichshafen auf der Straße brutal ermordet wird. Kriminalkommissarin Katharina Danninger hat sich in ihrer Heimat gerade wieder eingelebt und gerade ein Date mit dem Staatsanwalt,
als sie zum Tatort gerufen wird. Da sie herausfindet, dass der Ermordete in den letzten Wochen eine Verbindung zu einer Tänzerin mit dem Künstlernamen Mary Gold aus einem Nachtclub in Konstanz hatte und sie auch mehrfach von ihm belästigt worden war, bietet sich die Schlussfolgerung an, dass Mary mit dem Mord zu tun hatte. Sehr bald schwenkt die Kommissarin um und ist überzeugt, dass Mary unschuldig ist. Bei ihren Untersuchungen kommt sie darauf, dass die Frau des Ermordeten schon vor einem Jahr und später auch seine Tochter verschwunden sind. Mit zum Teil ungewöhnlichen Methoden versucht sie, den wahren Mörder und auch die Tochter des Toten zu finden. Dies führt sie zu dunklen Geschäften von Prominenten im lokalen Bereich und auch im Nachtclub scheint man einiges zu verbergen. Das Dickicht, das sich bei den Ermittlungen auftut, bringt Katharina Danninger nach und nach selbst in Gefahr, der sie aber routiniert begegnet. – Das Buch ist sehr lebendig geschrieben und lässt die Leser kaum mehr los.
Gerd Fleder
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Goldmarie
Sandra Grauer
Gmeiner (2025)
393 Seiten
kt.