Querfeldein
Der junge Arnold kommt unverhofft zu einer Menge Geld. Sein Traum ist es, ein Gasthaus zu eröffnen. Direkt an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland findet er etwas Passendes, es bekommt den Namen „Zur Moskau“ und wird zur Heimat von
Einheimischen, Fremden und Durchreisenden. Es ist immer Betrieb und die Stimmung ist gut. Eines Tages kommt eine Unbekannte auf einem Pferd des Weges – ihr Name ist Betty und Arnold ist direkt von ihr fasziniert. Die beiden werden ein Paar, wobei Betty etwas unstet ist und immer wieder Ausflüge in die Welt macht. Ihre Tochter Clara freundet sich mit Hermann an, der tags und vor allem nachts allerhand über die Grenze schmuggelt. Als sich 1933 die politischen Vorzeichen in Deutschland ändern, wird auch die bislang kaum wahrgenommene Grenze zur kaum zu überwindenden Hürde. Doch Hermann kennt alle Wege und ihm gelingt es, seine Schmugglertätigkeiten weiter fortzusetzen. Bis er eines Tages deutschen Grenzern in die Hände fällt und ins Gefängnis kommt. Als die Dörfler gegen die Gefangennahme protestieren, kommt es beinahe zum offenen Konflikt zwischen der kleinen neutralen Schweiz und Nazi-Deutschland. - Der neue Roman von Bestsellerautor Alex Capus lebt (wieder einmal) vor allem von der Vielzahl besonderer Charaktere und deren alles andere als gewöhnlichen Biografien. In die ungekürzte Autorenlesung muss man sich erst einhören, denn auch Capus’ Vortrag ist zunächst „besonders“, passt aber gut zur Handlung. Auch zusätzlich zur Buchausgabe zu empfehlen.
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Querfeldein
Alex Capus ; gelesen von Alex Capus
der Hörverlag (2026)
1 mp3-CD (circa 430 min)
mp3-CD