Das Goldene Buch vom Ruhegebet
Wie kann der Mensch die vermeintliche Gottesfinsternis überwinden und zu seiner wahren Mitte gelangen? Der lebens- und glaubenserfahrene Pfarrer Dr. Peter Dyckhoff bringt mit diesem Buch die Weisheit der Hl. Schrift, der Wüstenväter und Kirchenlehrer
in den Erfahrungshorizont des heutigen Menschen ein, der in all seinen Oberflächlichkeiten und in seiner inneren Unruhe sich doch nach einem tiefen Frieden und nach der Begegnung mit Gott sehnt. Das lange vergessene Ruhegebet weist hierzu den Weg; ein Gebet, das nicht viele Worte macht, nicht auf religiöse Leistung setzt, sondern sich von der Last der eigenen Verirrungen und der Selbstsucht befreit und auf das Wort Gottes und seine in Christus geoffenbarte Liebe hin sich öffnet. Es ist ein gangbarer Weg, der hier angeboten wird; einer der Aktivität und Praxis integriert, insofern auch alltagstauglich ist, als er nur wenig Zeit beansprucht, sondern mehr auf die Intensität einer personalen Beziehung setzt, die Gott dem Menschen anbietet. In ihr gibt es keinen Platz für Depressionen oder Trockenheit; vielmehr blüht das Leben im Glauben auf und weitet sich das Herz. Das alles ergibt eine kernige Frömmigkeit, grundverschieden von süßlichen oder pseudomystischen Erfahrungen. Freilich ist das Ruhegebet nicht ohne Einübung zu haben, ein Lebens-Experiment also. Zu diesem allerdings schenkt Dyckhoffs verständnisvolle Anleitung Mut und Freude.
Richard Niedermeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Goldene Buch vom Ruhegebet
Peter Dyckhoff
fe (2025)
359 Seiten
fest geb.