Wisting und die Untiefen der Vergangenheit
Der Klimawandel in Norwegen macht es möglich: Da der Farris-See nördlich von Larvik austrocknet, wird die Leiche eines jungen Mannes freigelegt, der vor acht Jahren eine junge Nachbarin vergewaltigte und dann verschollen ist. Kommissar William Wisting
und sein Team ermitteln. Etwa zur gleichen Zeit findet der Amateurschatzsucher Evert Harting am anderen Seeufer eine Halskette, die einem vor vier Jahren verschwundenen schwedischen Mädchen gehörte. Wisting zieht die für diesen Fall zuständige schwedische Ermittlerin Ingrid Sandell hinzu, beide ermitteln – und kommen sich dabei auch menschlich näher. Währenddessen hat Evert Harting einen schlimmen Verdacht: Sein Schwager Kjell-Tore ist schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt geraten, weil er sich einem jungen Mädchen genähert hat. Während Wisting und Sandell mit ihren Teams fieberhaft ermitteln, kommt es in der Familie Harting zur Katastrophe. – Horsts neuer Thriller schob sich auf Anhieb in Norwegen auf Platz eins der Krimi-Bestsellerliste. Und das mit Recht, denn eine gut ersonnene Story, stimmige Charaktere, ein ordentlicher Schuss Human Touch, viel Lokalkolorit und Bezüge zu aktuellen Themen (Klimawandel etc.) machen das Buch zum gelungenen Fressen für Krimi-Leseratten.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wisting und die Untiefen der Vergangenheit
Jørn Lier Horst ; aus dem Norwegischen von Andreas Brunstermann
Piper (2025)
Wistings schwierigste Fälle ; Band 3
393 Seiten
kt.