Dämönchen
Man kann Dämönchen kaum als glücklich bezeichnen. Lustlos streift er durch die dunkle Unterwelt, nur sein kleiner Begleiter, die Fliege, bringt ihm etwas Freude. Genau dieses Insekt führt dazu, dass Dämönchen plötzlich die Finsternis verlässt
und in die Licht- oder Oberwelt gelangt. Die Geräusche und das Licht sind ihm zunächst fremd. Doch nach und nach weicht seine Angst der Faszination für das Unbekannte. Der kleine Wicht lebt sich in dieser völlig neuen Welt ein. Sein Mut, gewohnte Pfade zu verlassen und neue Schritte zu wagen, wird reich belohnt. - Dieses Bilderbuch ist sicherlich alles andere als gewöhnlich, selbst für Fans des Erfolgsteams Kai Lüftner und Wiebke Rauers. Schon das Querformat sticht heraus. Die fantasievolle Geschichte um den Protagonisten Dämönchen ist in Reimform verfasst, wobei anspruchsvolle Begriffe wie "Partitur", "Mythen", "Äonen" und weitere erklärt werden müssen. Der besondere Reiz des außergewöhnlichen Bilderbuchs liegt neben der auffälligen Farbgebung in den ausdrucksstarken Illustrationen. Die Mimik von Dämönchen und die bizarren Wesen der Unterwelt laden zum Staunen ein. Dieses Buch fällt definitiv aus der Reihe und begeistert Betrachter und Betrachterinnen, die das Ungewöhnliche schätzen. Empfehlenswert für mittlere Bestände oder Büchereien, in denen die "Furzipups"-Reihe der beiden Künstler großen Anklang findet.
Martina Mattes
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Dämönchen
eine Geschichte von Kai Lüftner ; mit Bildern von Wiebke Rauers
Coppenrath (2024)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4