Das Einhörnchen, das rückwärts leben wollte

Eine Eigenart der zamonischen Literatur sind „Lachfabeln“, auch „Flabeln“ genannt. Walter Moers hat zwanzig dieser Texte aus der Feder von Hildegunst von Mythenmetz ausgewählt und übersetzt. Anders als in klassischen Fabeln geht es hier (meist) Das Einhörnchen, das rückwärts leben wollte nicht um die Moral, sondern vor allem um das Vergnügen. Das titelgebende Einhörnchen möchte dem Verfall und dem Tod ein Schnippchen schlagen. Fortan lebt es rückwärts und hofft so auf ewige Jugend. Der Ubufant wagt das Unmögliche und steigt mit einem unfassbar schweren Fluggerät in die Lüfte. Von einer Karriere als Wetterfrosch träumt der Froschling, der sich als Berater für die Freiluftgastronomie sieht, allerdings mit sehr mäßigem Erfolg. Abschließend erklärt Moers die Bedeutung der Flabel für die Literatur und gibt einen Einblick in seine Arbeit als Übersetzer. – Viele der Figuren kennt man aus der Welt Zamoniens, die Hildegunst von Mythenmetz alias Walter Moers immer wieder in Buchform bringt. Besser als Andreas Fröhlich kann wohl niemand diese Flabeln sprechen (es ist mehr ein „Inszenieren“). Ein großer Spaß (in kleinen Texten) für alle Fans der zamonischen Literatur.

Felix Stenert

Felix Stenert

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Einhörnchen, das rückwärts leben wollte

Das Einhörnchen, das rückwärts leben wollte

Walter Moers ; gelesen von Andreas Fröhlich
der Hörverlag (2024)

1 mp3-CD (circa 212 min)
mp3-CD

MedienNr.: 620439
ISBN 978-3-8445-5186-0
9783844551860
ca. 28,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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