Lügen, die wir uns erzählen
Helenes Leben ist so, wie es sich viele andere wünschen: sie lebt mit ihrer Familie in einem schönen Haus in einer guten Gegend, ist erfolgreiche Bestsellerautorin und kann das Leben genießen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn es hat lange
gedauert und manchen Versuch gebraucht, bis sie und ihr Mann Eltern wurden. Von ihrer Mutter fühlt sie sich missverstanden und nicht ernstgenommen. Dann ist da Alex. Sie kennen sich schon so lange und es verbindet sie so viel. Dann bricht Helenes Welt zusammen: ihr Mann zieht aus, er hat eine Geliebte und verlässt sie. Sie steht mit leeren Händen da. Hätte sie nicht besser schon vor Jahren ihre Koffer gepackt und wäre zu Alex gezogen? Damals hatte sie gezögert. Auch für die Kinder ist es schwer, sich mit der neuen Situation abfinden und sich zwischen den Eltern entscheiden zu müssen. Anne Freytag beschreibt eine Frau, die trotz beruflichen Erfolgs und scheinbarer „familiärer Idylle“ viele Fragen und Zweifel hat. Stefanie Wittgenstein und Lara Hoffmann sprechen Helene und ihre Tochter. Ein aktueller Roman über die Rolle der Frau in Familie und Gesellschaft, ohne jeden Kitsch oder einen ideologisch/moralisch erhobenen Zeigefinger.
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Lügen, die wir uns erzählen
Anne Freytag ; gelesen von Stefanie Wittgenstein [und einer weiteren]
steinbach sprechende bücher (2026)
1 mp3-CD (circa 646 min)
mp3-CD