Déjà-vu
Eigentlich (und offiziell) ist Bruno, Chef de police im Périgord, noch „krank“: nach einer Schussverletzung kuriert er sich aus. Dann wird auf dem Gelände eines verfallenen Landsitzes ein Grab gefunden: hier wurden vor Jahrzehnten die Leichen
von drei Menschen vergraben. Ein italienischer Soldat und zwei Frauen haben hier die letzte Ruhe gefunden. Kamen sie während des Zweiten Weltkriegs zu Tode? Schnell ist auch Bruno in den „Fall“ verwickelt, denn die Gemeinde wittert die Chance, hier einen Ort des Gedenkens an Widerstand und die Opfer von Gewalt einzurichten. Internationale Gäste sollen ins Dorf kommen und etwas von ihrem Glanz mitbringen (und dalassen!). Derweil (und ziemlich passend dazu) möchte eine amerikanische Historikerin Reisegruppen die Orte amerikanischer Geschichte in Frankreich zeigen. Ihr Expartner, ein Spekulant in Krypto-Währungen, verfolgt sie bis nach Europa. – Der inzwischen 17. Fall (zuletzt: Im Château - BP/mp 24/846) ist eher gemächlich und nicht wirklich spannend. Wie immer spielen Brunos Lieben für gutes Essen, Frauen und Rugby eine große Rolle – und das alles vor der Kulisse des Périgords. Johannes Steck ist die deutsche Stimme Brunos und er weiß, mehr als zehn Stunden zu unterhalten.
Felix Stenert
rezensiert für den Borromäusverein.
Déjà-vu
Martin Walker ; gelesen von Johannes Steck
Diogenes (2025)
Diogenes Hörbuch
8 CDs (circa 629 min)
CD