Das Antiquariat am alten Friedhof
Leipzig 1930: Felix, Vadim, Julius und Eddie haben sich im 'Club Casaubon' zusammengefunden. Gemeinsam stehlen sie Bücher, um damit Vadims Antiquariat zu finanzieren. Als Eva, Eddies Schwester, dem Club beitritt, verlieben sich Felix und Vadim in
sie, was ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellt. Fünfzehn Jahre später kehrt Felix, der nach Amerika ausgewandert ist, nach Leipzig zurück und wird gegen seinen Willen zur Schlüsselfigur bei der Suche des amerikanischen Geheimdienstes nach einer Doppelagentin, die wiederum einen Serienkiller jagt. Bei der Agentin handelt es sich um niemanden anderes als Eva. Mehr und mehr wird klar, dass der Anstoß für die rituellen Morde in der Vergangenheit liegt, und dass es eine Verbindung zum 'Club Casaubon' gibt. – Meyer erzählt seine Geschichte im Wechsel zwischen der Vorkriegs- und der Nachkriegszeit, sodass sich die Handlung aus verschiedenen Perspektiven zusammensetzt. Seine Figuren sind prägnant gezeichnet und die Dialoge differenziert und authentisch. Der Autor führt seine Leser:innen ebenso sicher durch das alte Leipzig und seine späteren Ruinen wie er sie geschickt durch die Ruinen von Felix` Vergangenheit führt. – Gerne empfohlen.
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Antiquariat am alten Friedhof
Kai Meyer
Knaur (2025)
510 Seiten
fest geb.