Stuxx
Stuxx ist in vielerlei Hinsicht altmodisch. Er liebt alte Autos, ist nie am Handy und fährt am liebsten stundenlang auf seinem Rad durch die Stadt. Doch sein auf den ersten Blick sehr monotoner Alltag ist momentan alles andere als ruhig. Er hat mit
einer Vielzahl an alterstypischen Problemen zu kämpfen: Er ist verliebt, aber zu schüchtern, um das Mädchen anzusprechen. In der Schule hat er immer wieder Probleme, und eine Zukunftsperspektive gibt es in seinem tristen Viertel auch nicht. Dann ist da auch noch seine Mutter, die die Familie vor Jahren verlassen hat und auf einmal wieder Kontakt will – mehr als genug Probleme für einen Vierzehnjährigen, der einfach nur sein Leben leben will. Will Gmehling schafft es hier, einfühlsam die Geschichte eines Jungen zu erzählen, der im Verlauf eines Sommers immer mehr zu sich selbst findet. Dabei werden Stuxx‘ Gefühle und die Stimmung in der Stadt sehr treffend eingefangen. Das Buch liest sich jedoch mehr wie ein Roman über das Leben eines Jugendlichen denn als eine Geschichte, die explizit für Jugendliche verfasst wurde, und ist deswegen vor allem auch für ältere Lesende zu empfehlen.
Agnes Schmidtner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Stuxx
Will Gmehling
Peter Hammer Verlag (2026)
282 Seiten : Illustration
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 13