Juwelenjagd unter der Quadriga
Jenny, Paul und dessen kleiner Bruder Finn sind ein eingespieltes Team, vor allem, wenn ihnen jener geheimnisvolle Unbekannte wieder die Aufgabe stellt, einen unaufgeklärten Kriminalfall aus der Vergangenheit zu lösen (vgl. BP/mp 10/468, 715). In
ihrem mittlerweile vierten Einsatz bittet sie der anonyme Auftraggeber, den Juwelendieb ausfindig zu machen, der im Jahr 1875 reiche Damen beim sonntäglichen Spaziergang am Brandenburger Tor bestohlen hat. Mittels eines speziellen Handys begeben sich die Freunde auf die Zeitreise in das Berlin des Kaiserreichs, wo sie sogleich Zeuge eines erneuten Diebstahls werden. Doch auf welchen Verdächtigen sollen sie sich konzentrieren? Niemand der drei möchte glauben, dass die sympathische Cläre, ein Mädchen aus einer armen Arbeiterfamilie, die Juwelen entwendet hat, doch die Indizien sprechen gegen sie. Auf der Suche nach ihrem vermeintlichen Auftraggeber stoßen Jenny, Paul und Finn schließlich aber auf den eigentlichen Täter, der selbst aus großer Not heraus handelt. - Obwohl das Konzept der Reihe durchaus mit anderen, bereits bekannten Kinderbüchern des beliebten Autors zu vergleichen ist, etwa der "magischen Insel", kombiniert auch dieses historische Abenteuer erfolgreich Spannung mit geschichtlichem Hintergrundwissen. Ausgehend vom Brandenburger Tor werden Informationen zu Stadtbild und Gesellschaft im Berlin des 19. Jh. anschaulich und ansprechend in die Handlung eingebunden. Zu empfehlen.
Marlene Knörr
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Juwelenjagd unter der Quadriga
Thilo. Ill. von Hauke Kock
Loewe (2011)
3 für alle Fälle ; 4
135 S. : zahlr. Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9