Riccardino
Der 2019 verstorbene Autor Andrea Camilleri hat diese letzte Geschichte bereits 2005 geschrieben und gebeten, sie erst nach seinem Tod zu veröffentlichen. "Riccardino" ist nun der 28. Fall, den Commissario Montalbano löst, und zugleich sein letzter.
Bankdirektor Riccardo Lopresti wird von einem Motorradfahrer auf offener Straße erschossen. Er hatte sich mit seinen drei besten Freunden zu einer Wanderung verabredet und die drei werden Zeugen des Mordes. Die Männer sind schon seit ihrer Kindheit miteinander befreundet und haben sogar gegenseitig ihre Schwestern geheiratet. Da der Ermordete mit den drei Ehefrauen wechselnde Affären hatte, werden die drei Freunde rasch zu Verdächtigen. In die Ermittlungen schaltet sich auch der Bischof und Staatsanwalt Tomaseo ein und noch ein weiteres Vorkommnis beschäftigt den Commissario, angezeigt von einer Wahrsagerin. Am meisten macht ihm aber zu schaffen, dass sich der Autor permanent in seine Ermittlungen einmischt und er in Konkurrenz zu dem Montalbano der Fernsehserie steht. Hans Jürgen Stockerl liest den verschachtelten Krimi beeindruckend und ausdrucksstark vor. Für alle Fans der Reihe ein wahrer Genuss!
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Riccardino
Andrea Camilleri ; Hans Jürgen Stockerl liest ; aus dem Italienischen übersetzt von Rita Seuß und [einem weiteren]
Lübbe Audio (2025)
4 CDs (circa 309 min)
CD