Die Linkshänderinnen

Drei Linkshänderinnen eröffnen eine Bar – dies könnte der Start eines geschmacklosen Witzes sein, tatsächlich eröffnet diese Prämisse aber ein kurzweiliges Buch voller unerwarteter Wendungen. Der Autor zelebriert das Absurde und Groteske und Die Linkshänderinnen erschafft so ein Spektakel, das weitaus größere Ausmaße annimmt, als das kleine Büchlein äußerlich vermuten lässt. Dabei umspannt die Handlung eine Vielzahl an Protagonisten und springt dabei munter zwischen verschiedenen Zeiten und Erzählperspektiven hin und her. Dennoch bewahrt sich der Autor eine stringente Erzählerstimme, die durch die Handlung führt. Dies führt zu einer ausgewogenen Balance von Humor und tiefgründigeren Passagen. Die Wendungen sind dabei an mancher Stelle vorhersehbar, an anderer so abstrus, dass man den Ideenreichtum des Autors bewundern muss. Insgesamt lässt sich das Buch somit für Lesende empfehlen, die in dieses Genre hineinschnuppern wollen und für solche, die es bereits zu schätzen wissen.

Agnes Schmidtner

Agnes Schmidtner

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Linkshänderinnen

Die Linkshänderinnen

Heinrich Steinfest
Piper (2026)

140 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 756243
ISBN 978-3-492-07425-4
9783492074254
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.