Spaceboy

David Walliams schafft es immer wieder, mit seinen Themen und seinem witzigen Schreibstil junge Leser:innen zu bannen. Seine Held:innen sind oft 12 Jahre alt, erleben eine abenteuerliche Ausnahmesituation und sprechen meist Jungen und Mädchen gleichermaßen Spaceboy an. Walliams trägt mit seinem schrägen Humor aber auch gerade zur Leseförderung für Jungen bei. In "Spaceboy" wird eines Nachts ein UFO in Ruths Leben katapultiert. Die 12-jährige aufgeweckte Waise fristet ein hartes, trauriges Leben bei ihrer Tante und sieht mit der Landung des "Alien" eine Möglichkeit, ihrem trostlosen Dasein zu entrinnen – hat sie doch schon immer von fernen Planeten geträumt. Doch was hat es wirklich mit diesem geheimnisvollen Besucher im silbernen Raumanzug auf sich? Gemeinsam mit Ruths Hund Juri versuchen sie, sich den Erwachsenen und ihrer Verfolgung zu entziehen, geraten aber in den Fokus von Presse, Wissenschaft und Politik. Ja, sie schaffen es bis ins Weiße Haus, nach Cape Canavarel und am Ende sogar ins Weltall! – Ein sehr witziges, gelungenes Buch, leicht lesbar mit markanten Hervorhebungen im Textfluss und mit vielen comicartigen Elementen. Walliams thematisiert hier u.a. auch ganz aktuell den Konkurrenzkampf der Nationen und übt durch die Kinder Kritik an den Feindbildern der Erwachsenen, die die Welt in ihren Augen zerstören. Besonders hervorzuheben sind auch die Illustrationen, z.B. die Zeichnung des amerikanischen Präsidenten (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …). – Für alle Bestände zu empfehlen.

Margit Düing Bommes

Margit Düing Bommes

rezensiert für den Borromäusverein.

Spaceboy

Spaceboy

David Walliams ; illustriert von Adam Stower ; aus dem Englischen von Bettina Münch
Rotfuchs (2024)

359 Seiten : zahlreiche Illustrationen, Karten
fest geb.

MedienNr.: 619146
ISBN 978-3-7571-0004-9
9783757100049
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 9
Systematik: K
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