Ron baut eine Stadt
Ben, ein dandyhaft auftretender Erwachsener, bringt alles ins Rollen: seine Zweifel daran, dass Ron, das Kind, die stabile kleine Hütte selbst gebaut hat, führt zu sich ständig steigernden Ansprüchen, Forderungen und Übertreibungen, in die schließlich
die komplette Stadtgesellschaft verstrickt ist. Ron, das Kind, baut immer weiter, bis die Stadtbewohner irgendwann bemerken, dass sie ihre Substanz verloren haben: die neuen Häuser haben keine Möbel und die alten Stadthäuser gibt es nicht mehr, weil Ron das Material verwendet hat. Beim ersten kleinen Sturm bricht alles zusammen – Fazit: die Menschen hätten es wissen können und müssen! – Das hoch philosophische Buch stellt im Grunde die Frage, wie man aus nichts oder wenig so übertrieben viel machen kann und wann es eigentlich genug ist bzw. welche Folgen die ungebremste Habgier hat. In der Erwachsenenwelt lässt sich das auf viele gesellschaftliche Entwicklungen übertragen und mit Kindern kann man einen Grundstein für Umsicht und Vernunft legen. – Ein sehr anspruchsvolles, fröhlich-bunt und gut nachvollziehbar illustriertes Buch für Kinder ab 5 Jahren. Ausgebauten Beständen gerne empfohlen!
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Ron baut eine Stadt
Daniel Fehr ; Illustrationen: Maja P. Kastelic
Aladin (2026)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5