Ride like a girl

Der Melbourne Cup gilt weltweit als eines der wichtigsten und schwierigsten Rennen im Pferdesport. Als jüngstes Kind von zehn Geschwistern wächst Michelle Payne ohne Mutter auf einer Pferdezuchtfarm auf und bekommt den Jockeysport Ride like a girl von klein auf vorgelebt. Begeisterung und Leidenschaft für diesen Beruf stehen im Zentrum des Familienlebens, allerdings auch das Wissen um dessen Gefährlichkeit und nicht zu vergessen die Geschlechterdiskriminierung. Mit was für einer Selbstgerechtigkeit und Unfairness weiblichen Jockeys begegnet wird, ist immer wieder Thema, steht aber nicht im Zentrum des Films. Der fokussiert sich hauptsächlich auf die innige, aber auch schwierige Vater-Tochter-Beziehung zwischen Michelle und Paddy. Der gibt ihr zwar unzählige Tipps, die sich wie Mantras durch die Handlung ziehen, wünscht sich nach lebensbedrohlichen Verletzungen aber auch, dass sie heiratet und eine Familie gründet. Eine sensationelle und wahre Geschichte. Die Regisseurin Rachel Griffiths betont im Interview, dass sie bei der Verfilmung des Stoffes bewusst einen Familienfilm vor Augen hatte. So sind die Dramatik und die Tragödien sehr zurückgenommen. Wenn die besondere Beziehung von Rachel und ihrem behinderten Bruder Stevie (gespielt von Stevie Payne selbst) zu Beginn thematisiert wird, wirkt die Darstellung von Stevie danach eher stereotyp. Der Film ist vielleicht nicht außergewöhnlich, die Geschichte von Michelle Payne ist es indessen schon. Unbedingte Empfehlung!

Anna Winkler-Benders

Anna Winkler-Benders

rezensiert für den Borromäusverein.

Ride like a girl

Ride like a girl

[Darsteller:] Teresa Palmer [und weitere] ; Regie: Rachel Griffiths ; screenplay by Andrew Knight & [einer weiteren]
splendid film

1 DVD Video (circa 96 min)
DVD Video

MedienNr.: 600863
EAN 004013549116602
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 10
Systematik: K
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