Uns gehört die Nacht

New Haven 1986. Elise, eine junge Frau aus der Unterschicht, zieht in ein heruntergekommenes Haus; nebenan wohnen zwei junge Studenten, die im Gegensatz zu ihr aus reichem Hause stammen. Jamey Hyde, einer der Nachbarn, und Elise beginnen Uns gehört die Nacht eine leidenschaftliche Affäre, die sich bald zu mehr auswächst, als beide zu Anfang gedacht hätten. Er lädt sie nach New York ein, und was als Zeitvertreib beginnt, wird zu einer Liebesbeziehung, die er einerseits genießt, aber andererseits gegenüber seinen eigenen Leuten verleugnet. Dieses Versteckspiel kann nicht lange gut gehen und bald schon muss Jamey eine Entscheidung treffen, die sein zukünftiges Leben maßgeblich beeinflussen wird. - Libaire lässt die Leser/innen in die Gedankenwelt beider Hauptfiguren eintauchen, sodass ihre manchmal seltsam anmutenden Handlungen und Gedankengänge nachvollziehbarer werden. Darüber hinaus porträtiert sie gekonnt die unterschiedlichen Lebenswelten, aus denen die beiden stammen. Trotzdem lassen sich die Protagonisten nicht recht durchschauen, sodass man auch nach dem Schluss nicht so wirklich weiß, woran man bei den beiden ist. (Übers.: Sophie Zeitz)

Anna Heinzle

Anna Heinzle

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Uns gehört die Nacht

Uns gehört die Nacht

Jardine Libaire
Diogenes (2018)

455 S.
kt.

MedienNr.: 894229
ISBN 978-3-257-30072-7
9783257300727
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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