Der vermisste Weihnachtsgast

Bei der Mordkommission der Sûreté du Québec ist es schon seit einiger Zeit nicht mehr so, wie es der Leiter Armand Gamache eingerichtet hatte. Denn seine Mitarbeiter wurden sukzessive versetzt und durch unfähige Figuren ersetzt. Auch sein Stellvertreter Der vermisste Weihnachtsgast Jean-Guy ist im Unfrieden gegangen. Und das alles ist das Werk eines mächtigen Rivalen innerhalb des Polizeiapparates, der Gamache vernichten will. Doch der stellt sich der großen, gefährlichen Herausforderung. Mit den wenigen loyalen Mitarbeitern nimmt er den Kampf auf. Und er bekommt auch Hilfe von Freunden in dem abgelegenen Örtchen Three Pines, die Gamache auf ihre Art vorbehaltlos unterstützen. Parallel zu den gefährlichen Auseinandersetzungen mit Gegnern aus der obersten Spitze von Regierung und Polizeiapparat geht es um die Aufklärung eines Mordes an einer alten Frau, die nicht wie angekündigt bei Freunden in eben diesem Three Pines aufgetaucht war. So ist Gamache auch noch mit der Lösung eines Deliktes befasst, dessen Ursache weit in der Vergangenheit liegt. - Mit 565 Seiten ist diese Geschichte doch recht voluminös geraten. Zeitweilig sind die Abläufe zäh und nicht immer einfach zu verstehen, wenn die bisherigen Bände nicht bekannt sind. Aber die Sprache ist recht eingängig mit interessanten Plots. Eine in weiten Strecken einfühlsam erzählte Episode mit interessanten Protagonisten (gerade die Figuren in Three Pines), die sich unangestrengt liest. Insgesamt nicht nur für Freunde dieser Geschichten aus Kanada gefällige Lektüre. Gut einsetzbar.

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der vermisste Weihnachtsgast

Der vermisste Weihnachtsgast

Louise Penny ; aus dem kanadischen Englisch von Andrea Stumpf und [einer weiteren]
Kampa (2021)

569 Seiten
kt.

MedienNr.: 605585
ISBN 978-3-311-12030-8
9783311120308
ca. 18,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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