Ein Mammut im Kühlschrank

"Red' keinen Unsinn, Lukas", sagt der Vater, als der Bub von einem Mammut im Kühlschrank berichtet. Und es wäre wohl das, was jeder Vater und jede Mutter ihrem Kind sagen würde. Allerdings: Lukas hat recht. Es sitzt tatsächlich Ein Mammut im Kühlschrank ein Mammut im Kühlschrank. Die Feuerwehr rückt an, aber das Mammut entkommt und flüchtet sich auf einen Baum (!). Die Feuerwehrleute warten ein wenig, müssen dann aber weiter zu einem Brand. Mitten in der Nacht, als alles schläft, kommt Lukas' kleine Schwester Lena. Ihr gelingt es, das Mammut mit Karotten vom Baum zu locken. Sie lotst es in ihr Zimmer. Da schlafen ganz ruhig schon ein Einhorn und zwei großzahnige Monster. Ist also nur schlüssig, dass Lena das Mammut auffordert, künftig auf Scherze wie das Kühlschrankhocken zu verzichten, um nicht alle zu verraten. - Dem französischen Autor Escoffier und dem Illustrator Maudet ist es gelungen, ein abgefahrenes, keckes Bilderbuch zu schaffen, an dessen Ende dem Leser der Mund offenstehen bleibt. Die Zeichnungen sind einfach, aber überzeugen durch einen eigenen Stil. Der Text ist reduziert, aber reicht völlig aus für die Geschichte. Ein Bilderbuch, das für Büchereien wie gemacht ist. Denn der Überraschungseffekt funktioniert nur beim ersten Mal - und in Büchereien lesen es ja viele.

Barbara Leidl

Barbara Leidl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Ein Mammut im Kühlschrank

Ein Mammut im Kühlschrank

von Michaël Escoffier. Mit Ill. von Matthieu Maudet
Boje (2012)

[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 357158
ISBN 978-3-414-82318-2
9783414823182
ca. 12,99 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 3
Systematik: KK
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