Ich bin dann mal still

2020 gönnt sich Horst Lichter in einem buddhistischen Kloster eine Auszeit - doch Zen-Kurse und Heilfasten entsprechen so gar nicht seiner romantischen Vorstellung von in aller Stille betenden und arbeitenden Mönchen. Spätestens, Ich bin dann mal still als der Zen-Meister den Ruhesuchenden erklärt, dass die Schmerzen beim Yoga aufhören, wenn man nicht mehr an sie denkt, weiß Lichter, dass er anders zur Ruhe kommen muss: auf langen Spaziergängen im Wald beobachtet er seine Umgebung und denkt über sein Leben nach. Humorvoll beschreibt Lichter einerseits in seiner locker-saloppen Art seine Erlebnisse und die Menschen, denen er begegnet, ohne sie lächerlich zu machen. Andererseits lernt man Lichter von seiner ernsthaften Seite kennen, der sich - trotz vieler Schicksalsschläge - als glücklichen und dankbaren Menschen sieht. Offen gesteht er seine Fehler ein und erkennt, dass sie ebenso dazu beigetragen haben, ihn zu dem Menschen zu machen, der er heute ist, wie die Liebe seiner Familie, seine Karriere und sein Leben im privilegierten Deutschland. Lichters Ehrlichkeit und Authentizität zeichnet sich auch dadurch aus, dass er am Ende seines Buches seinem Ghostwriter Till dankt und noch dazu persönlich zu Wort kommen lässt.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Ich bin dann mal still

Ich bin dann mal still

Horst Lichter mit Till Hoheneder
Knaur Balance (2021)

202 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 603579
ISBN 978-3-426-67604-2
9783426676042
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi
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