Der Beginn

Terjes Mutter ist Alkoholikerin; nur der Vater kann seiner Frau und seinen Kindern die Liebe und den Halt bieten, den sie brauchen. Als der Vater stirbt, bricht für Terje eine Welt zusammen. Seine Verzweiflung lässt ihn in eine schwere Der Beginn Depression gleiten. Mit Sarkasmus stößt er auch die vor den Kopf, die er liebt. Auch als er schon verheiratet ist und als erfolgreicher Klimaforscher arbeitet, hält ihn seine innige Liebe zu seiner Tochter nicht vor Suizidgedanken ab. Erst, als er nach einem Autounfall, umringt von seiner Familie, im Sterbebett liegt, erinnert er sich - in unchronologischer Reihenfolge - an viele Episoden seines Lebens, die ihm vor Augen führen, wie schwer der Umgang mit ihm auch für die Menschen war, die ihm angesichts seines bevorstehenden Todes dennoch ihre Liebe zeigen. - Ein Roman, der gerade weil er aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, Einblicke in die Denk- und Gefühlswelt eines Depressiven gewährt. Den oft distanzierten und beobachtenden Stil verknüpft Tiller mit einer detailgenauen Beschreibung der Natur und poetischen Bildern. Die mit vielen Zwischentönen gezeichneten Figuren verstärken die sehr realistische Dimension des Buches. (Übers.: Ina Kronenberg u. Nora Pröfrock)

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Beginn

Der Beginn

Carl Frode Tiller
btb (2019)

347 S.
fest geb.

MedienNr.: 596648
ISBN 978-3-442-75820-3
9783442758203
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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