Mein Name ist Selma

Die Autorin wurde 1922 als drittes von insgesamt vier Kindern von Barend und Femmetje Velleman in Amsterdam geboren. Sie hatte eine schöne Kindheit mit liebevollen Eltern, auch wenn der materielle Wohlstand der Familie starken Schwankungen Mein Name ist Selma ausgesetzt war. Die deutsche Besetzung der Niederlande 1940 veränderte das Leben der Vellemans ebenso wie das ihrer Bekannten, Freunde und Verwandten. Plötzlich war da die Angst deportiert zu werden. Viele Menschen aus Selma Vellemans Umfeld erlitten dieses Schicksal und wurden ermordet. Darunter ihre Eltern und ihre Schwester Clara. Selma selbst lebte ab 1942 im Untergrund, wo sie sich dem Widerstand anschloss. 1944 wurde sie ins Konzentrationslager Ravensbrück gebracht, wo sie bis zum Ende des Krieges inhaftiert war. Trotz des sehr sachlichen Tonfalls gelingt der Autorin ein ergreifendes Dokument der damaligen Zeit. Dabei lässt sie immer auch das alltägliche Leben aufscheinen, die kleinen Freuden ebenso wie die Angst und die Hilflosigkeit der Menschen. Der Grundton des Buches ist geprägt von Verständnis, auch für alle die, die in den Wirren der Zeit nicht immer richtig gehandelt haben.

Walter Brunhuber

Walter Brunhuber

rezensiert für den Borromäusverein.

Mein Name ist Selma

Mein Name ist Selma

Selma van de Perre ; aus dem Niederländischen von Simone Schroth
btb (2021)

221, [16] Seiten : Illustrationen
fest geb.

MedienNr.: 603857
ISBN 978-3-442-75905-7
9783442759057
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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