Ewige Jugend

Robert Pogue Harrison ist viel herumgekommen. Aktuell lehrt der 1954 geborene Autor französische und italienische Literatur an der renommierten Stanford University in Kalifornien. Am Beginn seiner Ausführungen steht die ja eigentlich Ewige Jugend simple Frage: Wie alt sind wir? Antworten erweisen sich dabei als schwerer, wenn sie weiter gehen als der bloße Blick auf das Geburtsdatum offenbart. Schlagwörter wie "gefühltes Alter" und ein Blick in die Geschichte der Menschheit zu unterschiedlichen Orten, Kulturen und Zeiten offenbaren die hier gekonnt essayistische Behandlung eines schwierigen Themas. Wer ist schon gerne alt - alle bleiben (heute) liebend gerne und ewig jung. - Der Autor legt eine breit gefächerte und lesenswerte Kulturgeschichte des Alterns vor, die originelle Philosophen, kreative Künstler, Weisheiten der Bibel und vieles andere aufnimmt und dazu ermutigt, sich von den gegenwärtigen Tendenzen des "Jugendwahns" abzugrenzen. Fazit: Es kann auch eine Freude sein, älter zu werden. Erfahrung, Dankbarkeit für das Erlebte, Weitergabe von Leben sind hier einige positive Assoziationen. - Diesem Buch sind viel junge und ältere Leser zu wünschen, um so auch das Verständnis zwischen den Generationen zu verbessern.

Daniel Trutwin

Daniel Trutwin

rezensiert für den Borromäusverein.

Ewige Jugend

Ewige Jugend

Robert Pogue Harrison
Hanser (2015)

287 S.
fest geb.

MedienNr.: 583320
ISBN 978-3-446-24920-2
9783446249202
ca. 24,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So
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