Identitätskrise
Die afro-deutsch-amerikanische Autorin, (zuletzt "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten", BP/mp 20/473) setzt ihre Beobachtungen und Analyse fort. Sie überträgt ihr Konzept der persönlichen Identitätskrise
auf unser politisches System. Mit Blick auf ihre Sozialisation skizziert sie die westliche Entwicklungsgeschichte seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Beginnend mit der (Re-)Demokratisierung Deutschlands, der Wiedervereinigung 1989 und den weltweiten Kriegen (Afghanistan, Irak, 11.09.2001, Erstarken eines kriegerischen Islams), Rassismus bis zu den wütenden Bürgern, die gegen Corona, Politik und Staat ihre Auffassungen durchsetzen wollen. - Der kritische, gut lesbare und Impulse gebende Titel verweist auf Identitätskrisen, die Privilegierte und Abgehängte gleichermaßen betreffen. Ab mittleren Büchereien empfohlen.
Michael Müller
rezensiert für den Borromäusverein.

Identitätskrise
Alice Hasters
hanserblau (2023)
222 Seiten
fest geb.