Das Licht vergangener Tage

Eines Tages bekommt die Berliner Galeristin Anna ein Bild eines ungarischen Malers übermittelt und erfährt, dass dies ein Porträt ihrer Großmutter Rebeka ist. Um der Sache auf den Grund zu gehen, reist Anna zu ihrer Großmutter Das Licht vergangener Tage und erfährt die Geschichte des Bildes und Rebekas Geschichte. Diese war 1949 von dem jungen, talentierten Maler István porträtiert worden. Zwischen dem armen und unkonventionellen Kunststudenten und der eigenwilligen, gut situierten Rebeka entsteht eine Liebesbeziehung. Dann lernt Istvàn Éva kennen. Beide heiraten, bekommen einen Sohn. Aber Rebeka lässt István gedanklich nicht los. Dann kommt es 1956 zum Volksaufstand der Ungarn und dem Einmarsch der Sowjets: Die Budapester Bohème steht genauso vor ihrem Ende wie die Freiheitsbestrebungen des ungarischen Volkes. Und István muss sich entscheiden: Bleibt er bei seiner Familie, obwohl seine Frau sich von ihm trennen will, oder flieht er mit Rebeka, deren Tochter und ein paar Freunden in den Westen. - Nicoletta Kiss ist eine wunderbare Erzählerin. Ihr Stil nimmt sofort gefangen. Dabei beschreibt sie überaus authentisch auch den historischen Hintergrund, die ungarische Geschichte zwischen 1949 und 1956. Ein Roman, der vor allem für Leserinnen zu empfehlen ist.

Günter Bielemeier

Günter Bielemeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Licht vergangener Tage

Das Licht vergangener Tage

Nikoletta Kiss
Wilhelm Heyne Verlag (2019)

446 Seiten
kt.

MedienNr.: 928999
ISBN 978-3-453-42321-3
9783453423213
ca. 12,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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