Die Lokomotive

Ein schwarzes riesiges Ungetüm dominiert die erste Doppelseite. Im Vergleich dazu wirkt das koffertragende Kind, das ihm gerade bis zur Radachse reicht, winzig klein. Während die Lokomotive mit Kohlen befüllt wird, offenbart sich Die Lokomotive die Ladung der ersten zehn Waggons, die von Männern, die Würste futtern über Klaviere bis hin zu Bananen reicht. Dahinter folgen noch 30 weitere Wagen, so dass sich niemand wundert, dass die Lok keucht, jammert und stöhnt. Doch plötzlich setzen sich die Räder in Bewegung, erst schildkrötenlangsam, dann immer schneller und aus dem mühseligen Schnaufen wird ein flinkes Rattern. Das Ziel der Reise wird nicht verraten, dafür wird die Mechanik der Dampflokomotive genauer unter die Lupe genommen. - Das berühmte Kindergedicht des polnischen Lautmalerei-Meisters Julian Tuwim (1894-1953) wurde 1969 von James Krüss in seiner typischen Reimsprache übersetzt und hat seitdem nichts von seiner Attraktivität verloren. Die ansprechende Illustration aus Kohlezeichnungen, Fotocollagen und farbenfrohen Bildern verschmilzt mit der Bewegung der Lokomotive und fasziniert (nicht nur) Kinder. Eine absolute Empfehlung!

Bettina Palm

Bettina Palm

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Lokomotive

Die Lokomotive

vom Julian Tuwim mit Bildern von Monika Maslowska
Ravensburger Buchverl. (2014)

[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 407344
ISBN 978-3-473-44646-9
9783473446469
ca. 12,99 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Systematik: KK
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