Anna Apfelkuchen
Anna Apfelkuchen zieht in das Haus ihrer Tante Agatha im Ganzanderswald, denn die Tante ist nach Panama ausgewandert. Anna lernt Agathas amüsante Freunde kennen und lieben. Neben der Spinne Frau Weber als ihrer ständigen Begleiterin findet sie viele
neue Freunde, die ihr spannende Geschichten aus der weiten Welt erzählen. Die Geschichten in der Geschichte sind besonders lesenswert, sie liefern Neuinterpretationen der klassischen Märchen und Fabeln, eingebettet werden sie in das Geschehen im Ganzanderswald. So schafft es Anna wichtige Begriffe wie Fantasie, Berühmtsein, Ausgeschlossensein und Angst, in die Lesewelt der Kinder zu transportieren. Einige Formulierungen in Englisch, die allerdings durch Anmerkungen erläutert werden, sowie Anspielungen aufs Zeitgeschehen (Justus Biber, der neue Freund von Dex, dem Dachs; die Erwähnung von Chuck Norris) lassen vermutlich eher den Vorleser schmunzeln. Die Modedesignerin hat hier ein wundervolles Kinderbuchdebüt abgeliefert und Anna Apfelkuchen wird hoffentlich noch mehr Abenteuer im Ganzanderswald erleben, von denen sie dann zu berichten weiß. Für alle Bestände empfohlen!
Antonia Mentel
rezensiert für den Borromäusverein.

Anna Apfelkuchen
Susanne Glanzner. Mit Ill. von Eleni Livanios
Thienemann (2014)
210 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8