Die Alles-ist-möglich-Lüge

Der gleichberechtigte Umgang zwischen den Geschlechtern bringt den Wunsch nach gemeinsamer Elternrolle und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit sich. Neben hoher Leistungsbereitschaft soll Zeit für die Kinder bleiben. Doch Die Alles-ist-möglich-Lüge immer noch bedeutet Elternzeit Karriereknick. Der Slogan "Alles ist möglich, wenn man nur will" stellt sich als Falle heraus, meinen die Autorinnen dieses Buches. Es kann nur ein Nebeneinander der Rollen in Beruf, Eltern- und Partnerschaft geben, für Freunde und alte eigene Eltern wird die Zeit knapp. Oft bleibt nur der Rückgriff auf das traditionelle Modell, der Vater im Beruf, die Mutter bei den Kindern. - Die Autorinnen schreiben aus eigener bitterer Erfahrung und entlarven ihre Situation als "Unvereinbarkeitsfalle" (S. 121). Messerscharf, oft mit Augenzwinkern und mit modernen Schlagworten wie 'Tandemführung', 'Add-on', 'Doing gender' jonglierend, ist ihnen ein Buch gelungen, das den Zwiespalt der Doppelbelastung deutlich aufzeigt. Sehr empfehlenswert.

Karola Bartel

Karola Bartel

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Alles-ist-möglich-Lüge

Die Alles-ist-möglich-Lüge

Susanne Garsoffky ; Britta Sembach
Pantheon (2014)

255 S.
fest geb.

MedienNr.: 579564
ISBN 978-3-570-55252-0
9783570552520
ca. 17,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa
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