Krieg der Generationen

Der ehemalige Wirtschaftsredakteur und Moderator des ZDF hat zu Beginn seiner Rente eine persönlich gefärbte Streitschrift vorgelegt. Es geht ihm nicht darum, die Generationen der Jungen und Alten in Deutschland gegeneinander aufzuhetzen. Krieg der Generationen Er möchte beide Seiten wachrütteln, um eine gesellschaftliche Debatte auszulösen. In zehn Kapiteln beleuchtet der Autor die "Kriegsschauplätze", die er zwischen den Generationen sieht, und listet die Versäumnisse beider Seiten auf. Aufseiten der Jungen beklagt er ihre Interessenlosigkeit an der Politik, was aber die ältere Generation durch das Schlechtreden der Politiker in den Medien befördert habe. Den Alten wirft der Autor u.a. die schweigende Akzeptanz der "Mütterrente" und "Rente mit 63" vor. Das Umlagesystem der Rente sei bereits in absehbarer Zeit nicht mehr durchführbar. Neben diesem klassischen "Kriegsschauplatz" der Generationen kritisiert der Verfasser die nicht erfolgreiche Demokratisierung der Bildung, den Kapitalismus, die Umweltverschmutzung, den Nationalismus und Separatismus in der EU. Die aktive Generation von "Damals" hätte die geschilderten Probleme ungelöst an die heutigen Jungen weitergereicht und es sich im Wohlstand gut eingerichtet. - Ein Buch zu den Themen der Zeit. Breit empfohlen.

Helmut Lenz

Helmut Lenz

rezensiert für den Borromäusverein.

Krieg der Generationen

Krieg der Generationen

Michael Opoczynski
Gütersloher Verl.-Haus (2015)

158 S.
fest geb.

MedienNr.: 580972
ISBN 978-3-579-06618-9
9783579066189
ca. 12,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So
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