Nacht über dem Dom
Im Kreuzgang von St. Maria im Kapitol in Köln liegt Klaus-Dieter Vogelstein, Professor der Archäologie, tot am Boden. Er ist aus dem darüberliegenden Laubengang zwei Stockwerke in den Tod gestürzt. Bei der Obduktion der Leiche stellt sich heraus,
dass der Professor nicht durch den Sturz, sondern durch eine Injektion einer Überdosis eines Narkosemittels getötet wurde. Hauptkommissarin Kerstin Heller von der Kölner Mordkommission und ihre Kollegin Ursula Hohmann stoßen auf zwei weitere mysteriöse Todesfälle in seinem Umfeld. Bei einer seiner Doktorandinnen, die im Rhein ertrunken ist, wird ebenfalls das Narkosemittel nachgewiesen. Für die Kommissarinnen und ihr Team beginnt eine Suche in den romanischen Kirchen Kölns, denn in ihnen scheint der Schlüssel für die Aufklärung des Falles zu liegen. - Nach "Endstation Köln" (BP/mp nicht bespr.) ist dies der zweite Krimi um Kerstin Heller. Die Krimis können unabhängig gelesen werden, jedoch wer beide liest, hat doppelt Spaß. Auch aus alltäglichen Begebenheiten wird ein augenzwinkerndes Schmunzeln, beispielsweise wenn Kommissarin Hohmann zum Basteln mit ihrem Sohn in die Schule muss. Ausschließlich aus Hellers Perspektive wird die Handlung mit viel Witz und Ironie erzählt. Ein Krimi, der jeden anspricht, der gute Unterhaltung sucht.
Helmut Lenz
rezensiert für den Borromäusverein.

Nacht über dem Dom
Kordula Kühlem
Emons (2019)
318 S.
kt.