Die zehnte Muse

Auf der Zugfahrt in den Schwarzwald lernt der Maler Severin Anfang des 19. Jh. den englischen Autor Algernon Blackwood kennen. Blackwood spricht Severin an, weil er von einem seiner Bilder, die er in einer Londoner Ausstellung gesehen Die zehnte Muse hat, fasziniert ist. Er erklärt Severin, das darauf abgebildete am Weiher sitzende Zigeunermädchen zu kennen und erzählt ihm, was er erlebt hat: Ende des 19. Jh. hatte er ein Königsberger Internat besucht, von dem aus er nachts mehrmals an den Weiher entwischt war, um das Mädchen dort zu treffen. Severin dagegen behauptet, mit demselben Mädchen, allerdings 20 Jahre später, dort sogar gesprochen zu haben. Pechmann versteht es, seine der Sagen- und Mythenwelt entstammende Figur des Mädchens mit Blackwood und Severin in Kontakt treten zu lassen. Allen Figuren gemeinsam ist ihre enge Verbundenheit mit der Natur und ihr Gespür für Übersinnliches, sodass sie an einem unheimlichen nächtlichen Schauplatz die Erfüllung ihrer Träume suchen. Passend zum Ambiente gestaltet Pechmann seine Story im Stil eines spannenden romantischen Schauerromans.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Die zehnte Muse

Die zehnte Muse

Alexander Pechmann
Steidl (2020)

175 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 948349
ISBN 978-3-95829-715-9
9783958297159
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.
Titel der Ausgabe:
Auszeichnung: