Der König der Vagabunden

Mit seiner Flucht aus Nazideutschland beginnt die als lange Rückblende angelegte Biografie des ehemaligen Matrosen Gregor Gog. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte er zunächst einer anarchistischen Kommune an, um später dem Vagabundendasein Der König der Vagabunden anzuhängen. Hierzu verlässt Gog Frau und Sohn und schließt sich weiteren reisenden Künstlern an. Aufgrund ihrer freien Lebensart geraten sie häufig mit der Obrigkeit aneinander. Als Protest gegen Staat und Kirche ruft Gog die "Bruderschaft der Vagabunden" ins Leben, um alle Heimatlosen zu versammeln und ihnen eine Gemeinschaft zu bieten. Zu einiger Bekanntheit kommt Gog, nachdem er die Straßenzeitung "Der Kunde" leitet und den Stuttgarter Kongress der Vagabunden organisiert. Später verschreibt er sich stärker der kommunistischen Idee. Das ausführliche Nachwort schildert die leidvolle, von Krankheiten geprägte Odyssee des Freidenkers nach seiner Flucht. - Patrick Spät entreißt die Biografie eines unangepassten Außenseiters der Vergessenheit und wirft einen prägnanten Blick auf seinen turbulenten Werdegang. Bea Davies findet für den auf zahlreichen wörtlichen Zitaten fußenden Band reduzierte Schwarz-Weiß-Impressionen, die oft mehrere Panels auf einer Seite miteinander verknüpfen.

Gregor Ries

Gregor Ries

rezensiert für den Borromäusverein.

Der König der Vagabunden

Der König der Vagabunden

Patrick Spät ; [Zeichnungen:] Beatrice Davies
avant-verlag (2019)

150 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 599569
ISBN 978-3-96445-015-9
9783964450159
ca. 25,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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